GemüseTalibane oder Frau Betsie die hat Zähne und beisst zurück!! 02.05.2014

GemüseTalibane oder Frau Betsie die hat Zähne und beisst zurück!! 02.05.2014

Legendär, unglaublich und epochal…James Hasipopasifield, der Hansch interviewt exklusiv für die Gehirnmaschine ein Pferd. Frau Betsie ist die weibliche Hottehüherin. 

Ich, James Hasipopasifield bin immer bestechlich, auf dem irrsinnigen Weg zur Wahrheit. Ich bin bildungsstark durch Lesen von haptischen Büchern und empathischen Aufmerksamkeitssalven. Über die Neueröffnung eines veganen Cafes Bewitched in Dortmund wurde ich auf die Stute namens Betsie aufmerksam, die für ein veganes Mobbing genutzt wurde. Also Betsie ist 22 Jahre alt, was ungefähr 70 Menschenjahren entspricht. Für eine Rentnerin indes zieht sie einen guten Galopp durch, wenn sie mit ihren Hufen über die Weide fast fliegt. Ihr Fell glänzt rossbraun mit weissen Flecken, die Hufen gepflegt und hufeisenlos. Die grossen braunen Augen sind klar mit langen, schwarzen Wimpern umrandet und durchdringen einen regelrecht, während die bleckenden Lippen, weisse Zähne entblössen. Wenn man ihr gegenübersteht, ist sie eher der energetische Zappelphillip, der die Antworten nur so heraus wiehert. Sie wirkt während des gesamten Interviews nicht eingeschüchtert oder sonst irgendwie beeinflusst. Ganz im Gegenteil strotzt sie vor Agilität, Selbstbewusstsein und Lebenslust.

 Da ich sehr sprachaffin bin und eben von hündisch, pikobello (ein lupenreines Hundehochdeutsch), auch miauisch und eben auch mittelpferdisch excellent beherrsche, wurde ich von der Gehirnmaschine zum Interview mit besagter Pferdedame geschickt. 

Also der Ort des Interviews wird auf Wunsch von Frau Betsie geheim gehalten. Sie ist zufrieden mit ihrer Freundin Kirsten Lerche und möchte an dem Zustand auch nichts ändern. Eher hat sie Angst weiter von einer sektiererischen Gruppe von veganen Heiligen zwangsinstrumentalisiert zu werden.

Der Grund des Interviews ist, dass mehrere Veganer sich auf einmal als Tierretter aufspielen und Kirsten Lerche, der Besitzerin (ja sie sagt das selbst so über Kirsten) unterstellen, dass wenn sie reitet, eben keine Veganerin sein kann und zudem noch teuflischer ist, wenn sie ein veganes Cafe betreibt.

James H: „Frau Betsie schön, dass sie sich für das Interview Zeit genommen haben.“

Frau Betsie:“ Sehr gerne Herr Hasipopasifield, denn ich stehe immer zu meinen Freunden. Ich muss nicht arbeiten und habe alle Zeit der Welt.“

 James H: „Wenn Sie sich so einsetzen, muss man denken, dass sie unter dem Stockholm-Syndrom leiden. Bei diesem psychischen Problem glorifizieren Entführungsopfer ihre Peiniger und identifizieren sich mit ihnen.“

 Frau Betsie: “ Heiliger Grashalm, .. erlauben sie mal. Ich bin ein sehr eigenwilliges und eigenständiges Pferd, was von Frau Lerche, nein Kirsten meiner Freundin befreit wurde und endlich seit ein paar Jahren tun und lassen kann, was sie will. Mir geht es so gut.“

James H: „Sie fühlen sich nicht als Gegenstand zweckentfremdet und als Reitspielzeug missbraucht?“

 Frau Betsie:“ Wie bitte? Ich gallopiere und trabe doch auch ohne Frau Lerche daher.“

James H:“Fühlen sie sich nicht durch die Ausritte retraumatisiert? Wir haben Verständnis, wenn sie das nicht detailliert darlegen möchten.“

 Frau Betsie: „Nicht einen Wimpernschlag. Ich danke Ihnen für ihre einfühlsame Haltung.“

James H: „Okay. Weil das die veganen Glaskugelseher es so wissen wollen, dass sie dadurch eine Retraumatisierung erfahren.“ Also ist Reiten keine Qual für sie?“

 Frau Betsie: „Interessant wie Leute fühlen wollen, was ich fühle. Ist in deren Gemüse LSD oder was? Waren die mal becquerel (strahlungsreiches) garnierte Wildpilze speisen oder haben noch Bleirohre im Haus? Das kann alles schwer den Denkkasten ramponieren. Ganz im Gegenteil geniesse ich die wilden Ritte durch die Natur. Ich liebe sogar Wasser und glauben sie mir, wenn ich es nicht wollte, würde ich meinen Rücken nicht dafür hergeben.“

 James H:“ Haben sie schon die ganzen Vorwürfe gelesen? Wie ist ihre Meinung dazu“

 Frau Betsie:“ Ja habe ich, Bunnychen. Ich habe ein Übersetzungsprogramm vom Menschendeutsch in Mittelpferdisch. Da habe ich dann alles übersetzen lassen und bin entsetzt.“

 James H: „Worüber besonders?“

Frau Betsie: „Ich bin eine Stute, die die Welt gesehen hat und eben auch viel Leid. Die Gerte und die unverzahnten Steigbügel gelten nur zur Orientierung, denn zur Züchtigung. Die wenigsten Pferde spielen da mit, wenn sie nur unter Druck stehen. Tiere erdulden weniger, als sie glauben. Es mag sein, dass der Mensch freiwillig sich gerne versklaven lässt, aber wenn ein Pferd keine Lust hat, stirbt es eher, als sich komplett erniedrigen zu lassen. Ich bin schliesslich eines und muss es wissen.“

 James H:“Warum glauben sie wird so gemutmasst und Frau Lerche als der fleischgewordene Satansbraten dargestellt?“

 Frau Betsie:“ Weil die besagten Personen einfach ein schlechtes Gewissen haben, dass sie nicht lange vegan leben. Was weiss ich, was diese verkorksten Forentrolle alles privat so machen.“

 James H:“Sie fühlen sich von diesen Menschen also nicht vertreten und auch nicht beschützt?“

 Frau Betsie:“Von Menschen, die selber Tiere besitzen? Die nicht erklären wo die her sind? Ich bitte sie. Die sind doch lächerlich, weil sie ihre Tiere als gut einstufen und mich nicht. Das ist Spezieismus. Das heisst Katzen und Hunde sind legitime Haustiere und Pferde eben nicht, weil die dem Klischee nach nur in freier Wildbahn herumtollen dürfen? Ich bin aber ein Zuchtpferd, dem gewisse Eigenschaften für ein vollkommendes Leben in der Freiheit fehlt.“

James H: “ Aber Spezieismus, also die Bevorzugung einer bestimmten Tierart und die Ausbeutung einer Anderen wirft man Frau Lerche ja vor. Und was fehlt ihnen als Zuchtpferd gegenüber der wilden Verwandtschaft?“

Frau Betsie:“Spezieismus kann doch auch sein, wenn ich das Haustier lieber habe und eben dem anderen untersage ein Pferd als Freund zu haben; in dem Fall mich zu besitzen. Was passiert dann mit mir? Werde ich woanders so geschätzt? Nein. Ich lande beim Hackebeil-Beat, werde also geschlachtet. Was macht die Veganerpolizei denn mit ihren Hunden oder Katzen? Die knuddeln die, fehlernähren sie mit veganer Nahrung und führen sie nicht an der Leine? Ich könnte ohne eine Teilüberdachung nie mehr leben, weil meine Haare und mein Muskelanteil ganz anders entwickelt sind. Bin ich deshalb nicht zum Liebhaben?“

James H: “ Fühlen sie sich also bei Frau Lerche pferdewohl?

Frau Betsie: „Absolut. Sie lebt seit knapp zwei Jahren komplett als Floraspeisender, also ohne Tierleid oder tierischen Produkte in ihrem Speiseplan. Wenn wir mal eine Karotte miteinander verspeisen, dann muss ich immer aufpassen auch eine leckere Zuckersüsse abzubekommen. Sie massiert, putzt und knuddelt mich und kommt fast jeden Tag vorbei. Wir plaudern in unserer jeweiligen Sprache. Wir verstehen uns tierisch.“

James H.: „Was ist wenn Pferdefleischesser und Pelztiertäger dort Kuchen in Kirsten’s Cafe essen würden? Ist das dann trotzdem noch vegan oder ist man dann schon in der Fleischfresser-Hölle angekommen?“

Frau Betsie: „Wenn das betreffende Klientel mitbekommt, dass es auch ohne oder mit weniger Fleisch geht und ein Pelzmodestück nicht wichtig ist hat man mehr gewonnen, als dauernd auszugrenzen. Das Ausgrenzen sorgt für Extremismus und Ungerechtigkeit und dadurch noch mehr Leid. Natürlich sind vegane Kleidungsteile immer gut, aber herrgott, jeder kann sich ändern. Waren die alle vorher vegan, also von Geburt an?“

James H: Die meisten wichen dieser Frage aus oder brabbelten so etwas wie Bibelverse herunter, was vegan ist oder nicht.“

Frau Betsie:“ Dachte ich mir. Es ist schon traurig, dass man sich stets abgrenzt und nicht die Stärke hat mit seinem Beispiel zu überzeugen. Etappenziele zu würdigen, wie ein geringerer Fleischkonsum, um eine elementare und nachhaltige Änderung herbeizuführen.“

James H:“Was würden sie solchen Menschen, die einfach anderen Menschen ihre Konsequenz absprechen denn sagen?“

Frau Betsie: „Das sie mal die Realität als Reiseziel haben sollen. Das was die sich wünschen wird immer deren Traum sein, aber nie realitisch werden. Die haben zuviel Neid, Argwohn und andere negative Dinge gegessen, weil sie eben nichts auf die Reihe kriegen und nichts probieren, nichts wagen. Kirsten hat damit schon längst begonnen.“

 James H.:“ Vielen dank für das Interview Frau Betsie.“

Frau Betsie: „Gerne Herr James Hasipopasifield. Wollen sie auch noch ein süsses Möhrchen oder ein bisschen Zonengabis erste Banane, also ein bisschen Salatgurke?“